Aktivitäten

                              I.            Wohnen im Alter

a)Alten und Pflegeheime

Der Ausschuss hat sich vorgenommen, in Fortführung der Erkenntnisse der vergangenen Jahre, schwerpunktmäßig privat geführte Heime zu besuchen. Zum Ende 2015 waren wir u.a. in den Heimen Bayernstift, Maximilian und Kursana und, in 2016, in den beiden verbleibenden, das Alten und Pflegeheime Haus Phönix in der Fronmüllerstraße und die Seniorenresidenz Curanum in der Rosenstraße.

Als Kontrastprogram haben wir auch das städtische Altenpflegeheim in der Stiftungstraße besucht. Die von den Wohlfahrtsverbänden geführten weiteren 5 Heime werden jeweils nach uns zugetragenen Vorkommnissen besucht.

Bei den Besuchen achten wir darauf, dass neben Gesprächen mit der Heim- und Pflegeleitung auch Gespräche mit der Bewohnervertretung als auch mit Bewohnern selbst zustande kommen.

Aus heutiger Sicht ist grundsätzlich ist zu sagen, dass trotz immer wieder zugetragenen Reklamationen, alle besuchten Heime einen zufriedenstellenden Eindruck hinterlassen, wobei jedoch der Kostendruck bei allen Heimen zu spüren ist.

Nicht ausreichende Bettenzahl, im Besonderen für die Kurzzeitpflege, ist absehbar. Auch die Pflege von demenzkranken Menschen wird dramatisch ansteigen und wird eine Herausforderung in der Pflege.

b)Fachstelle Qualitätsentwicklung & Aufsicht für Alten und Pflegeheime und der medizinischen Aufsicht im Gesundheitsamt

Mit der Fachstelle der Stadt sowie im Gesundheitsamt pflegen wir mindestens 1mal jährlich Austausch der uns zugewachsenen Kenntnisse.

c)Umbaumaßnahmen in den eigenen 4Wänden: Wohnen zuhause

Wir halten Informations- und Vortragsveranstaltungen gemeinsam mit der SPK und dem FZF zu dem Thema „Zuhause Wohnen im Alter“. Auch zugewanderte Menschen aus anderen Kulturkreisen wie Türken, Griechen, Russlanddeutsche, sprechen wir hierzu an.

d)Mehrgenerationeneinrichtungen

Das Thema Mehrgenerationenhäuser ist eine mögliche Wohnform im Alter. In der Langen Straße, einer ehemaligen Spiegelfabrik, ist ein Bauobjekt in Planung. Wenn die Stadt das Management in Form einer Quartiersstruktur übernehmen könnte, wäre eine weitere Quartiersstruktur in der Stadt am Wachsen.
Als Mehrgenerationen-Wohnen scheint uns die Struktur eines gesamten Quartiers, in der das Wohnen in den eigenen 4Wänden durch Umbau und einer zentralen Koordinierungsstelle ermöglicht wird, eine leichter zu realisierende Möglichkeit.

e)Beirat für Sozialhilfe, Sozial- und Seniorenangelegenheiten

An den städtischen Sitzungen des Sozialamtes nehmen wir als feste Beiratsmitglieder regelmäßig teil und vertreten dort seniorenspezifische Angelegenheiten.
 

                           II.            Soziales

f)Quartiere

Ein wichtiges Anliegen ist uns der Vereinsamung im Alter etwas entgegen zu setzen.
Wir nehmen an Sitzungen der Runden Tische teil. Auf der Hardhöhe (städtisch), und in der Südstadt (Caritas). Mit dem von der Stadt zu Beginn 2016 eingerichteten Quartiersbüro auf der Hardhöhe und in den von Caritas seit Jahren geführten Südstadttreffs halten wir engen
Kontakt und tauschen uns über Belange der zuhause wohnenden Menschen aus.
Eine Quartierseinrichtung für das „Eigene Heim“ und im Ronhof durch die Diakonie ist noch in der Antragsphase.  

g)Pflegestammtisch, Geronto-Psychologischer Arbeitskreis,

Bei den 4mal im Jahr stattfindenden Pflegestammtischen in Nürnberg holen wir uns überregionale Informationen aus 1. Hand.

Bei dem Geronto-Psychologischen Arbeitskreis / der psychosozialen Arbeitsgemeinschaft treffen wir uns mit Fachleuten aus Erlangen, dem Landkreis und der Stadt Fürth und tauschen wichtige Netzwerk- und Fachinformationen mehrmals jährlich aus.

h)Sozialforum

Mit dem Sozialforum erarbeiten wir gemeinsame seniorenspezifische Aktionen in unserer Stadt. Wichtige Themen sind uns für die Seniorenschaft unserer Stadt der soziale Wohnungsbaus, die Schaffung eines Sozialtarifs für den Energieverbrauch und für den ÖPNV eine weitere Ermäßigung bis hin zu kostenfreien Fahrten für die wirklich Bedürftigen, z.B. für die Bezieher von Grundsicherung.

Ein ganz wichtiges Thema ist uns die Beseitigung der Altersarmut verursacht durch das aktuelle Rentensystem. Hierzu stehen wir im Austausch mit den Wohlfahrtsverbänden Verdi, Vdk, Caritas, Diakonie, DGB, etc.

i)Fach-Vorträge

Bei Fach-Vorträgen zu Demenz, Sucht, Depression holen wir uns nötiges Wissen auch bei der WLH und im Klinikum.

Beim Demografie-Forum in Nürnberg (z.B. Ressourcennutzung und Selbstbestimmung) bekamen wir Informationen wie in Zukunft die immer stärker werdende Seniorenschaft unterstützend in der Stadtgemeinschaft eingebunden werden könnte und deren Wissen und Erfahrungen durch deren Teilhabe sinnvoll der Gemeinschaft zurück gegeben werden kann.   

j)  Hospiz und Palliativmedizinische Betreuung

Zur Palliativversorgung auch von Menschen aus anderen Kulturkreisen nahmen wir an einer Informationsveranstaltung im Klinikum teil. Weitere Gespräche mit Klinikverantwortlichen halten wir für nötig.

Zum Thema Hospiz halten wir Kontakt mit Dr. Hanke, dem Leiter des Hospizvereins.
 

                       III.            Beratungen

Beratungen zu Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Patientenvollmacht wurden mehrfach durchgeführt. Eine speziell für Bürger mit muslimischer Kulturprägung organisierte Beratung wurde in der Cafeteria im Stiftungsheim durchgeführt. Die Resonanz war ermutigend. Für die griechischen Zuwanderer und für die russische Landsmannschaft sind ähnliche Vorträge bei einer Sitzung des Integrationsbeirates angeboten worden. 

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16.10.2014

Unterstützung bei Wohnraumanpassung

Das Thema „Wohnen im Alter“ spielt in den Sprechstunden des Seniorenrates und der Seniorenbeauftragten Elke Übelacker eine große Rolle. Antworten auf die Fragen „Wie kann ich meine Wohnung senioren- bzw. behindertengerecht gestalten?“ oder „Was muss ich ändern, damit ich sicher und selbstständig wohnen kann“ gibt die Checkliste Wohnraumanpassung, die der Seniorenrat, die Seniorenbeauftragte und das Freiwilligen Zentrum Fürth (FZF) veröffentlicht haben (siehe Dokumente im rechten Bereich dieser Seite).

FZF-Projektleiterin Raisa Stein-Schwappach, Initiator Jürgen Schönborn und die Seniorenbeauftragte Elke Übelacker werben für die Checkliste Wohnraumanpassung. Foto: Gaßner

FZF-Projektleiterin Raisa Stein-Schwappach, Initiator Jürgen Schönborn und die Seniorenbeauftragte Elke Übelacker werben für die Checkliste Wohnraumanpassung. Foto: Gaßner

Die handliche Übersicht ist dabei in verschiedene Rubriken wie Treppe, Küche, Schlafbereich unterteilt und gibt dabei viele Denkanstöße, wie man das eigene Zuhause sicher und bequem gestalten kann, um möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen oder sich pflegen lassen zu können.

Jürgen Schönborn, Initiator und langjähriger Berater in Sachen Wohnraumanpassung, appelliert an die Generation „50 plus“, sich frühzeitig Gedanken zu machen, wie man den letzten Lebensabschnitt verbringen möchte, um zum Beispiel bei eventuellen Hausrenovierungsarbeiten wohnungsanpassende Maßnahmen bereits zu berücksichtigen.

Wer Hilfe benötigt oder sich zum Beispiel bei der Antragstellung von Fördergeldern unter die Arme greifen lassen möchte, ist im Freiwilligenzentrum Fürth (FZF) an der richtigen Adresse. Denn hier berät Projektleiterin Raisa Stein-Schwappach sowie weitere Ehrenamtliche und erarbeiten konkrete Maßnahmen, um die Selbstständigkeit zu erhalten. Interessierte, die das Projekt unterstützen möchte, wenden sich an das Freiwilligenzentrum (siehe Links im rechten Bereich dieser Seite).

Die Checkliste Wohnraumanpassung kann unter folgendem Link eingesehen werden:

http://www.fuerth.de/Portaldata/1/Resources/lebeninfuerth/dokumente/aelterwerden/checklisteWohnanpassung.pdf

 

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